exhibitions
Philip Hausmeier, Miriam Jonas, Sophia Pompéry, Jan Vormann, Sebastian Winkler

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  • A new pilot project About Blank that shows positions by young artists from Germany will be launched by the Gallery Gebr. Lehmann Berlin on 14th of March 2014.

    As various as the works by the five artists are, they all focus on the issues of visuality, perception, space, form, material and imagination. They present usual objects in absolutely new conditions, challenge the standard patterns of artistic composition and are constantly seeking for new definitions, for a new start from a blank pageit’s about blank. The conceptual and minimalistic artworks are saturated by the unique poetics that constantly raise questions concerning the self, surrounding, perception and artistic expression.

    Our visual habits and process of perception are the main interest of Philip Hausmeier. His objects create a new space within the one they are situated in. They deform perspectives, appear as interfering fields and irritate the gaze. The hologrammatic surfaces of the hemispheres Nowhere to be Nothing to see I and II and the cube Nothing to see Nowhere to be (Gothenburg Cube) make the viewer see the space that actually doesn’t exist. They produce an imaginary depth, which in fact derives from the real surroundings.

    The works by Miriam Jonas make the familiar things relative. She creates realities, in which objects and materials break out of their boarders, dissolve their standard functions and appear in a different light. The space is also an important category, like in the work Fokus in which a massive tiles relief interacts with its surroundings and develops a parallel space within its own surface. The connection of material, form and acoustical presence makes up the focus of the works Fuge I and Fuge II.

    In her artistic work, Sophia Pompéry regularly takes reference to the medium of painting without actually using it. She applies the phenomenon of movement, mirror effects, physical laws and digital technologies to evoke new visual and special impressions. The perceptual delusion often plays a great role. The work Transient Shade alienates the reflection in the mirror be means of light spots, produced by a liquid crystal display. The work group Und Punkt offers an extremely close view at the final full spots of great romantic novels. The graphic sign is raised to the object of painting and appears in its explicitly symbolic function.

    Jan Vormann creates in his installation an unusual connection of natural materials with mechanic constructions. The artist reaches deep into the structure of elements and places them into an often socially critical context. The Self-Portrait (Countdown) undertakes a humanization of a machine. The cogwheels made of sandstone will gradually wear off and thus one day they won’t work anymore. A certain end point is preprogrammed in this construction so that it becomes mortal just as every human body is. The Soapbubble-live-extension-machine 4 claims a devotion to infinity. Inserted into a box, a soap bubble is being kept alive in an almost brutal way. A weightless bubble is submitted to the human will that takes away its freedom together with its short lifetime.

    Objects and materials in the works by Sebastian Winkler convey memories and emotions. A certain moment of experience is retained in the artwork, and the substance gives an access to this world of thoughts. Installations, arranged under the influence of architectonical aesthetics, open up the space that is situated between the materially existing and the associatively imagined parts. In the sculpture Entledigung the physical presence of materials communicates the idea of a house that in fact is not there.

  • Am 14. März 2014 startet in der Galerie Gebr. Lehmann in Berlin ein PilotprojektAbout Blank, in dessen Rahmen Positionen von jungen Künstlern aus Deutschland präsentiert werden.

    So vielfältig die Arbeiten von fünf Künstlern auch sind, haben sie die Schwerpunkte wie Visualität, Wahrnehmung, Raum, Form, Material und Imagination gemeinsam. Sie setzen gewöhnliche Gegenstände in einen völlig neuen Rahmen, hinterfragen die standardisierten Darstellungsmuster und suchen stets eine Neudefinition, einen Anfang vom leeren Blattabout blank. Die konzeptuell und minimalistisch angelegten Kunstobjekte durchdringt eine besondere Poetik, die in einem neuen Kontext stets dieselben Fragen thematisiert: die Fragen nach dem Selbst, der Umgebung, der Wahrnehmung und dem künstlerischen Ausdruck.

    Sehgewohnheiten und Wahrnehmungsprozesse bilden das Hauptinteresse von Philip Hausmeier. Seine Objekte erschaffen einen neuen Raum innerhalb dessen, in dem sie sich befinden. Sie verzerren Perspektiven, wirken als Störfelder und irritieren den Blick. Die hologrammartigen Oberflächen der Halbkugeln Nowhere to be Nothing to see I und II und des Würfels Nothing to see Nowhere to be (Gothenburg Cube) gaukeln dem Betrachter einen Raum vor, der gar nicht existiert. Sie eröffnen eine imaginäre Tiefe, die ihren Ursprung jedoch im Realen hat.

    Die Arbeiten von Miriam Jonas zielen auf Relativierung des Vertrauten. Sie erschafft neue ungewöhnliche Realitäten, in denen Gegenstände und Materialien aus ihren Grenzen herausbrechen, ihre Funktionen auflösen und in ein anderes Licht treten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ebenso der Raum, wie in der Arbeit Fokus, wo ein massives Fliesenrelief gleichzeitig mit seiner Umgebung interagiert und einen parallelen Raum innerhalb von seiner eigenen Fläche entwickelt. Die Verbindung von Material, Form und akustischer Präsenz im Raum bildet den Schwerpunkt der Arbeiten Fuge I und Fuge II.

    In ihrem Werk nimmt Sophia Pompéry ständig Bezug auf das malerische Medium, ohne es direkt zu benutzen. Bewegungsprozesse, Spiegelungseffekte, physikalische Gesetze und digitale Technologien setzt sie ein, um neue visuelle und räumliche Eindrücke hervorzubringen. Häufig spielt die Wahrnehmungstäuschung eine große Rolle: so verfremdet Transient Shade das Spiegelbild durch Lichtflecken, die vom LCD-Monitor erzeugt werden. Die Werkgruppe Und Punkt bietet einen Nahblick auf die Endpunkte der großen Liebesromane. Das graphische Zeichen wird zu einem malerischen Objekt erhoben und tritt dadurch explizit in seiner symbolischen Funktion auf.

    Jan Vormann schafft in seinen Installationen eine ungewöhnliche Verbindung der natürlichen Materialien mit der mechanischen Konstruktion. Der Künstler greift in die Struktur der Elemente hinein und versetzt sie in einen oft gesellschaftskritischen Kontext. Das Self-Portrait (Countdown) unternimmt eine Vermenschlichung der Maschine. Die aus dem Sandstein gefertigten Zahnräder werden sich mit der Zeit abnutzen und folglich eines Tages nicht mehr funktionieren können. Der Konstruktion wird ein Ende vorausprogrammiert und dadurch wie jedem menschlichen Körper das Element der Vergänglichkeit aufgezwungen.
    Die Soap-Bubble-Life-Extension-Machine 4 erhebt einen Ewigkeitsanspruch. Eingesetzt in den Kasten wird eine Seifenblase fast brutal am Leben erhalten. Die schwerelose Kugel wird dem menschlichen Willen unterworfen und ihrer Kurzlebigkeit und Freiheit beraubt.

    Gegenstände und Materialien in Sebastian Winklers Arbeiten sind in erster Linie Erinnerungs- und Emotionsträger. Ein Moment des Erlebnisses wird im Kunstwerk festgehalten und der Stoff bietet den Zugang zu diesem Gedankenraum. Die unter dem Einfluss der architektonischen Ästhetik arrangierten Installationen eröffnen einen Raum, der sich zwischen dem physisch Vorhandenen und assoziativ Vorgestellten befindet. In der ausgestellten Arbeit Entledigung vermittelt die physische Präsenz der Materialien die Idee eines Hauses, das tatsächlich nicht vorhanden ist.