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Thoralf Knobloch

Bauordnung

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  • Mit der Ausstellung Bauordnung freut sich die Galerie Gebr. Lehmann, die neuen Arbeiten von Thoralf Knobloch zu präsentieren.

    Die Motive der neuen Serie entstammen den Stadt- und Landgebieten Israels und Palästinas, einem geschichtsträchtigen und von Spannung beherrschten Raum. In seinem charakteristischen Malstil konzentriert sich Thoralf  Knobloch auf einzelne Elemente und reduziert die Darstellung eines Ortes auf Fragmente und Details. Straßenschilder, Pfosten, einsame Haltestellen werden in seinen Bildern zu Hauptfiguren der Szenerie. Die für den Gesamteindruck scheinbar nebensächlichen Objekte bekommen hier eine symbolische Bedeutung.

    Der Titel Bauordnung nimmt Bezug auf einen staatlichen Erlass aus der britischen Mandatszeit in Israel: seit 1918 mussten die Fassaden der Neubauten mit dem lokalen Kalkstein (Meleke) verputzt werdendemselben Material der historischen Stätten. Im Gegenzug zu dieser unifizierenden Idee zerteilt der Künstler den Raum in einzelne Bausteine und untersucht die Art und Weise, wie sie das Gesamtbild gestalten. Die Bildkomposition, die Spannung und Harmonie vereint, wird zum Thema. In den Bildern zum Toten Meer werden die Verheerungen der Landschaft aufgrund des ständig sinkenden Wasserspiegels beschrieben.

    Mit seinem aufmerksamen Blick auf die Realität erzählt Thoralf Knobloch über die Orte, ohne sie ausführlich zu beschreiben. Seine Werke vermitteln ein romantisch anmutendes inneres Bild. Die Stimmung ist offen und ambivalenthier können sowohl melancholische als auch distanzierte ironische Töne mitschwingen.