exhibitions
Frank Nitsche

Franks Boutique

, Dresden

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  • Die Galerie Gebr. Lehmann in Dresden freut sich, zum 11. Mal eine Soloausstellung von Frank Nitsche in ihren Räumen zu präsentieren.

    Wer mit der künstlerischen Arbeit von Frank Nitsche gut vertraut ist, wird ihn womöglich diesmal neu entdecken müssen: was im Ausstellungsraum eindeutig dominiert ist die Farbe. Mit Rot, Grün, Blau und Rosa, deren Schattierungen auf die Schnittstelle zwischen Pastell und Neon fallen, ist die Farbpalette bunt, kühn und selbstbewusst.

    Bald kann man sich die Bilder nicht mehr ohne diese Farbvielfalt denken, denn gerade der Ton bringt den für Nitsche so prägenden und so faszinierenden Kontrast im Bilde stärker zum Vorschein. Dieser Kontrast entsteht zwischen dem dichten Geflecht der Linien einerseits und den monochromen, opaken Flächen andererseits. Linien und Flächen bilden verschiedene Dimensionen, und ihre Farben verstärken diese Gegenüberstellung von Schichten, zwischen denen sich eine Tiefe öffnet.

    Das antagonistische Verhältnis zwischen Linien und Flächen beruht darauf, dass sie zwei verschiedene Wahrnehmungs- und Denksysteme repräsentieren: Komplexität und Eindeutigkeit. Die beiden Prinzipien sind selten unabhängig voneinander zu treffen, meistens sind sie zwei Teile eines Ganzen. Frank Nitsche übersetzt die Nähe dieser beiden Paradigmen zueinander in die Bildsprache und malt dabeinatürlich mit metaphorischer Distanznichts anderes, als unsere Welt.

    Das Prinzip des Dualismus spielt eine tragende Rolle in Nitsches Arbeit. Oft sind in seinen Bildern Gesichter oder Körper erkennbar, wenngleich keine unmissverständliche Bestätigung dieser Sichtweise zu finden ist: vielleicht ist tatsächlich ein Kopf dargestellt, vielleicht aber ist hier nur unser durch die Außenwelt vorgeprägtes visuelles Gedächtnis am Werk.

    Frank Nitsches Bilder zeigen sich dem Betrachter in ihrer inneren Stimmigkeit und verstecken sich im nächsten Moment hinter der eigenen Vieldeutigkeit. Damit nehmen sie eine spannungsvolle wie ironische Haltung ein und verwickeln den Betrachter in ein Spiel, in dem alles möglich und doch nichts sicher ist.